17/11/2015

FIT FOR WORK - Betriebliche Gesundheitsvorsorge!

Die körperliche und psychische Gesundheit der Mitarbeiter in der heute sehr fordernden Arbeitswelt ist einer der wichtigsten Ressourcen in heimischen Unternehmen. Bei einer von Sodexo Benefits & Rewards Services Austria GmbH Österreich initiierten Podiumsdiskussion im Rahmen der Personal-Austria-Messe sprachen sich HR-Experten für die unterschiedlichen Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsvorsorge und deren Werthaltigkeit aus.

"Ein Unternehmen muss heute viel bieten, um attraktiv für seine Mitarbeiter zu sein. Erhöhte Motivation und Leistungsfähigkeit hängen unmittelbar zusammen. Die Programme zur Gesundheitserhaltung auch in Anbetracht von alternden Belegschaften werden auch in KMUs immer wichtiger", so Andreas Sticha, CEO von Sodexo Benefits & Rewards Services Austria.

Dr. Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der WKO, erläuterte anhand von Zahlen die Wichtigkeit des Wertes von motivierten, zufriedenen und damit produktiven Mitarbeitern in der heutigen wettbewerbsorientierten Wirtschaftssituation. "Wir haben die höchste Arbeitslosenquote in der Geschichte und dennoch einen immensen Fachkräftemangel. Die Betriebe sind hier gefordert. Bei Maßnahmen zur Gesundheitsprävention gibt es einen klaren Return on Investment von etwa Eins zu Fünfundzwanzig."

Auch Cornelia Hulla, HR Director Europe & International von Mondi mit 2.500 Mitarbeitern in Österreich und rund 25.000 Mitarbeitern weltweit, unterstreicht die enorme Rentabilität der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

"Wir sind ein Hochleistungsunternehmen und das ist mitunter sehr fordernd. Doch wir bereiten unsere Mitarbeiter darauf vor und begleiten sie. Mondi hat es hier mit einem Portfolio an Maßnahmen geschafft, die Krankenstände um bis zu einem Viertel zu reduzieren. Es wurde zum Beispiel hier in Wien eine anregende Arbeitsatmosphäre mit unterschiedlichen Kreativräumen umgesetzt. Ein jährlicher Gesundheitstag schafft Präventionsbewusstsein. Und wir bieten flexible Arbeitszeitmodelle, einen Kindergarten oder auch eine Väterkarenz-Beratung. Im Rahmen unseres eigenen Mindfulness-Programms zur psychischen Gesunderhaltung werden zum Beispiel auch Kosten für Psychotherapie übernommen."

Auch für Mag. Beate Danczul, Geschäftsführerin von consentiv Employee Assistance Services, sind die positiven Auswirkungen von derartigen Maßnahmen ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg. "Wichtig sehe ich hier vor allem die Aufgabe, die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu stärken. Jeder muss selbst am besten wissen, was ihm gut tut. Dafür braucht es ein Bewusstsein."

Dr. Gleitsmann betonte zudem die vielen Möglichkeiten zur Beratung und Finanzierungsförderung. Die Wirtschaftskammer bietet mit Profitness etwa eine Plattform als Ideengeber. Weiters gibt es interessante Angebote vom Fond Gesundes Österreich, und seitens der Krankenversicherungsträger existieren vielfältige Formen der Subventionen für Unternehmensprogramme.

"Im Zuge der letzten Steuerreform wurden Leistungen, die die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter betreffen und auch von den Krankenkassen anerkannt werden, für Unternehmen steuerlich absetzbar. In Kürze wird sich hier entscheiden, welche Maßnahmen darüber hinaus möglich sein werden", weiß Sodexo-GF Andreas Sticha.

Für die öffentliche Hand ist es sicher wertvoll, diese Initiativen als freiwilligen Sozialaufwand zu unterstützen.

Alle Diskutanten sind sich einig, dass die betriebliche Gesundheitsvorsorge eine klare Win-Win-Situation für alle Beteiligen darstellt.